Im Juli ist die Arbeitslosigkeit aufgrund jahreszeitlicher Bedingungen leicht gestiegen – insgesamt ist die Entwicklung des Arbeitsmarktes weiter erfreulich.

Die Ergebnisse des Monatsberichts der Bundesagentur für Arbeit für Juli 2011 zeigen deutlich, wie sich durch jahreszeitliche Schwankungen der Arbeitsmarkt kurzfristig verändert.  So hat im Juli die Arbeitslosigkeit um 46.000 auf 2.939.000 zugenommen. Saisonbereinigt betrachtet gab es allerdings einen Rückgang von 11.000. In Westdeutschland ist die Arbeitslosigkeit um zwei Prozent gestiegen, in Ostdeutschland um ein Prozent (saisonbereinigt im Westen um 8.000 und im Osten um 3.000 gesunken).

Gründe für den Anstieg sind zum einen urlaubs- und quartalsbezogene Begebenheiten, zum anderen aber auch die Tatsache, dass im Juli viele Jugendliche ihre Ausbildung abschließen und sich anschließend arbeitslos melden.

Lohnersatzleistungen oder Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts bezogen im Juli nach bisheriger Hochrechnung 5.355.000 Personen (nach dem SGB III beziehungsweise dem SGB II). Verglichen mit Juli 2010 entspricht das einem Rückgang von sieben Prozent. Arbeitslosengeld nach SGB II erhielten im Juli saisonbereinigt 779.000 Empfänger.

1,19 Menschen nahmen im vergangenen Monat an einer vom Bund oder der Bundesagentur geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme teil. Die Maßnahmen zur Förderung der Berufsausbildung waren jene mit der größten Teilnehmerzahl. Insgesamt hat sich auch der Ausbildungsmarkt gut entwickelt: Bewerber haben gute Chancen, denn es gibt verglichen mit 2010 in diesem Jahr deutlich mehr Ausbildungsstellen.