Nicht jeder Beruf reizt den Nachwuchs

12. August 2011

Der Beginn des neuen Ausbildungsjahres steht kurz bevor – doch längst sind nicht alle Ausbildungsplätze besetzt.

Am 1. September ist es wieder soweit: Das neue Ausbildungsjahr beginnt. Zwar ist die Situation auf dem Ausbildungsmarkt 2011 deutlich besser als in den vergangenen Jahren, doch rosig ist es trotzdem nicht. Laut einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts ist ein Ausbildungsmarkt erst dann ausgewogen, wenn es für 100 Bewerber 112,5 freie Stellen gibt. Aktuell sieht es in Deutschland anders aus: 93 Ausbildungsplätze stehen 100 Bewerbern zur Verfügung.

Maßnahmen wie die doppelten Abiturjahrgänge durch die Verkürzung der Gymnasialzeit (G8) oder die Abschaffung der Wehrpflicht, haben die Zahl der Ausbildungsplatzsuchenden in diesem Jahr ebenfalls erhöht. Dennoch ist das Angebot an Ausbildungsplätzen im Vergleich zu 2010 immerhin um rund zehn Prozent gestiegen. Doch das Finden einer geeigneten Lehrstelle ist nicht immer einfach. Im Internet bieten Last-Minute-Stellenbörsen im Internet Schulabgängern sogar Unterstützung bei der Suche an.

Und obwohl es mehr Bewerber als Stellen gibt, sind noch immer viele Ausbildungsplätze unbesetzt. Das sind jedoch meist die Berufe, die für Jugendliche nicht ganz so reizvoll sind, wie zum Beispiel Bäcker, Metzger, Gebäudereiniger oder Gastronom. Die Gründe liegen bei der oft geringen Vergütung während und nach der Ausbildung, den unattraktiven Arbeitszeiten und der schlechten Aussichten auf Übernahme nach dem Ausbildungsabschluss.

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