Ab 2012 wird die elektronische Lohnsteuerkarte namens „ELStAM“ die bisherige Papierkarte ablösen.

Jedes Jahr hatte sie eine andere Farbe: mal grün, mal blau, mal rosa oder gelb. Doch 2010 wurde sie zum letzten Mal ausgehändigt – war dafür aber für zwei Jahre gültig. Ab 2012 wird das bunte Papier durch Elektronik ersetzt: durch die „Elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale“ (ELSTaM).

Beim, im Sommer 2011 endgültig wieder abgeschafften, ELENA-Verfahren für den elektronischen Entgeltnachweis war ein großer Kritikpunkt, dass zu viele persönliche Daten für verschiedene Behörden und auch den Arbeitgeber plötzlich einseh- und abrufbar waren. Für das ELSTaM-Verfahren werden keine Arbeitnehmerdaten erhoben und gespeichert, die den Finanzämtern nicht bisher auch schon für den Lohnsteuerabzug vorliegen. Und auch nach Einführung der elektronischen Lohnsteuerkarte wird niemand außer der Finanzverwaltung direkten Zugriff auf diese Daten haben.

Arbeitgeber müssen sich für das neue Verfahren elektronisch anmelden und identifizieren. Nur so bekommen sie Zugriff auf die elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale ihrer Mitarbeiter. Um entsprechende Lohnsteuerdaten eines Mitarbeiters elektronisch einzusehen, muss der Arbeitgeber künftig das Geburtsdatum, die steuerliche Identifikationsnummer angeben sowie den Hinweis, ob es ein Haupt- oder ein Nebenarbeitsverhältnis ist.

Die Regelungen zu ELSTaM werden Ende des laufenden Jahres festgelegt und beschlossen, so dass das Verfahren im Januar 2012 starten kann.