Arbeitskräftemangel in allen Branchen vorausgesagt

31. Oktober 2011

Laut einer Studie zur Arbeitslandschaft 2030 werden in zwanzig Jahren fünf Millionen Arbeitskräfte in Deutschland fehlen.

Die Prognos AG aus der Schweiz erarbeitete im Auftrag der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. (vbw) eine Studie zur Arbeitslandschaft in Deutschland im Jahr 2030. Diese zeigt auf, dass in zwanzig Jahren bereits fünf Millionen Arbeitskräfte hierzulande fehlen werden, wenn der aktuellen Entwicklung nicht frühzeitig und nachhaltig entgegengewirkt werde. Im Jahr 2015 wären es sogar schon drei Millionen Arbeitende zuwenig.

Der Mangel würde zwar alle Branchen sowie alle Bildungsstufen mit einbeziehen, besonders betroffen wären aber Akademiker. Doch selbst Menschen, die keine Ausbildung haben, aber trotzdem berufstätig sind, würden auf dem Arbeitsmarkt fehlen. In den Bereichen Maschinenbau, Fahrzeugbau oder Chemie beziehungsweise im Gesundheits- und Sozialwesen wären insgesamt die größten Personaleinbußen zu verzeichnen. Unter den Bundesländern hätte, laut Studienergebnissen, Bayern den größten Arbeitskräftemangel.

Maßnahmen, die eine derartige Entwicklung mildern könnten, wären beispielsweise eine höhere Erwerbsbeteiligung von Frauen und Älteren, bessere Bedingungen für intensive Weiterbildung oder Einstellung von Fachkräften aus dem Ausland.

Die Studie beleuchtet unter anderem die Hintergründe des Fachkräftemangels sowie mögliche Lösungsansätze, wie dieser auf lange Sicht vermieden werden kann.

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