Wurde die Zusatzgratifikation drei Jahre hintereinander ausbezahlt, muss das auch künftig der Fall sein.

Das Jahr 2011 neigt sich in schnellen Schritten dem Ende entgegen – und damit auch der Auszahlung des Weihnachtsgeldes. Viele Arbeitnehmer rechnen fest mit dem alljährlichen Bonus – und sind enttäuscht, wenn dieser auf einmal ausbleibt.

Doch von Seiten des Arbeitgebers ist es gar nicht rechtens, das Weihnachtsgeld von einem auf das andere Jahr zu streichen beziehungsweise abzusetzen. Zumindest dann nicht, wenn es in den vergangenen drei Jahren vorbehaltlos gezahlt wurde und somit zur sogenannten „betrieblichen Übung“ wurde. Der Anspruch des Arbeitnehmers auf die Auszahlung ist nur in beidseitigem Einverständnis wieder aufhebbar.

Zwar ist es möglich, bereits von vornherein im Arbeitsvertrag festzulegen, dass die Zahlung eines 13. Monatsgehalts auf freiwilliger Basis erfolgt und damit eine Bindung für die Zukunft ausgeschlossen ist. Allerdings muss diese Regelung eindeutig klar und verständlich formuliert werden (siehe § 307 BGB).