Das Steuervereinfachungsgesetz 2011 ist beschlossen und bietet Erleichterungen für Arbeitnehmer und Unternehmen.

Bundestag und Bundesrat haben am 21. September das Steuervereinfachungsgesetz 2011 verabschiedet. Insgesamt wird es durch dieses Gesetz 35 (Steuer-)Vereinfachungen für Bürger allgemein, für Arbeitnehmer und für Unternehmen geben. Die neuen Regelungen werden ab 2012 in Kraft treten – bis auf zwei Ausnahmen: Der höhere Arbeitnehmerpauschbetrag sowie die erleichterte elektronische Rechnungsstellung für Unternehmen sind bereits ab 2011 gültig.

Beim Arbeitnehmerpauschbetrag handelt es sich um die von der Steuer abziehbaren Werbungskosten. „Werbungskosten sind Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen“ (Estg. § 9). Der Pauschbetrag ist von bisher 920 Euro auf 1.000 Euro erhöht worden. Dadurch entfällt für viele Arbeitnehmer aufwändiges Belegesammeln und bringt gleichzeitig eine Steuerentlastung.

Für deutsche Unternehmen gibt es in diesem Jahr ebenfalls Einsparungen. Mit der erleichterten elektronischen Rechnungsstellung wird der bürokratische und finanzielle Aufwand im Bereich Rechnungsstellung auf die Hälfte reduziert. Rechnungen sollen zukünftig, wenn beide Geschäftspartner dem zustimmen, auf elektronischem Wege (z. B. als PDF) verschickt werden.

Allerdings ist darauf zu achten, die neuen Aufbewahrungsrichtlinien einzuhalten. Denn elektronische Rechnungen müssen gemäß dem neuen Gesetz auch elektronisch aufbewahrt werden – ein Papierausdruck der Rechnungen reicht zur Erfüllung der Aufbewahrungspflicht nicht aus.