Arbeitgeber sind verpflichtet darauf zu achten, dass Mitarbeiter die Arbeitszeithöchstgrenzen einhalten.

„Wer hat an der Uhr gedreht, ist es wirklich schon so spät?“ Das fragte sich bereits Paulchen Panther vor mittlerweile fast fünfzig Jahren. Doch vielen Arbeitnehmern geht es heute genauso: Die Arbeitszeit ist erfüllt, die Arbeit jedoch noch nicht. Oder der Chef erwartet zusätzlichen Einsatz über den normalen Stundenumfang hinaus.

Zum Schutz der Mitarbeiter ist jeder Arbeitgeber gemäß dem Arbeitszeitgesetz dazu verpflichtet darauf zu achten, dass die gesetzlich festgelegten, arbeitszeitbedingten Höchstgrenzen unbedingt eingehalten und Überstunden nur in Maßen angehäuft werden. Ob die Überstunden mit dem Arbeitsentgelt bereits abgedeckt sind, sie mit Freizeitausgleich oder finanziell ausgeglichen werden, das hängt vom jeweiligen Arbeitgeber beziehungsweise den (tarif-)vertraglichen Bestimmungen ab.

Generell darf ein Arbeitnehmer, der acht Stunden pro Tag arbeitet, maximal zwei Überstunden am Tag anhängen. Insgesamt darf er jedoch pro Woche 48 Stunden tätig sein, da der Samstag ebenfalls ein Werktag ist (und laut Gesetz an allen Werktagen acht Stunden gearbeitet werden darf). Die Arbeitszeit von wöchentlich 48 Stunden ist jedoch die Höchstgrenze.

Ausnahmen gelten bei Personengruppen wie Schwangeren, Jugendlichen oder schwerbehinderten Mitarbeitern. Hier gilt es besondere Regelungen zu beachten. So müssen beispielsweise Personen unter 18 Jahren die 40-Stunden-Woche unbedingt einhalten oder dürfen schwangere Mitarbeiterinnen täglich höchstens 8,5 Stunden arbeiten. Behinderte Arbeitnehmer können frei entscheiden, ob sie Überstunden leisten möchten – verpflichtet dazu sind sie nicht.