Berufstätige, die ab und zu von zu Hause aus arbeiten, können ab 2011 ihr Arbeitszimmer bei der Steuererklärung wieder geltend machen.

Vor dem Jahr 2007 gab es ein entsprechendes Gesetz schon einmal: Bis zu diesem Zeitpunkt konnte das Arbeitszimmer im eigenen Heim steuerlich abgesetzt werden. Mit dem Steueränderungsgesetz 2007 wurde diese Regelung jedoch abgeschafft – zum Ärger vieler Betroffener, die auf ihren Heimarbeitsplatz angewiesen waren.

Mit der Steueränderung 2010 und zahlreichen Urteilen über das Für und Wider einer Anerkennung des häuslichen Arbeitszimmers, wurde nun entschieden, dass dieses unter bestimmten Voraussetzungen ab 2011 doch wieder steuerlich absetzbar ist. Jetzt kann das Arbeitszimmer als Betriebsausgaben oder Werbungskosten bis zu einer Höhe von 1.250 Euro dann geltend gemacht werden, wenn für die betriebliche bzw. berufliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht (Einkommenssteuergesetz, § 4 Absatz 5 Satz 1 Nummer 6b Satz 2 und 3 1. Halbsatz). Diese Regelung bietet sich zum Beispiel für Arbeitnehmer an, die nebenher noch freiberuflich tätig sind und damit zwar regelmäßig, aber nicht ständig von zu Hause aus arbeiten.

Berufstätige, bei denen „das häusliche Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Betätigung“ darstellt, können die Aufwendungen in voller Höhe steuerlich berücksichtigen (Einkommenssteuergesetz, § 4 Absatz 5 Satz 1 Nummer 6b Satz 3 2. Halbsatz).

Der Anspruch auf Steuerrückzahlung kann rückwirkend bis 2007 geltend gemacht werden. Das heißt, diejenigen, die bei Abschaffung des Gesetzes Einspruch eingelegt hatten, können nachträglich ihre Arbeitszimmer-Auslagen zurückerstattet bekommen. Im Einzelfall ist es jedoch ratsam, einen Steuerberater hinsichtlich der Gestaltungsmöglichkeiten zu Rate zu ziehen.

Weitere Details können im Internet beim Bundesministerium der Finanzen (BMF) nachgelesen werden.