Pflichten von Arbeitgebern zur Beschäftigung Schwerbehinderter

16. Dezember 2011

Arbeitgeber müssen prüfen, ob freie Stellen mit behinderten Arbeitnehmern besetzt werden können.

Ein Arbeitgeber, der mehr als zwanzig Mitarbeiter beschäftigt ist verpflichtet, mindestens fünf Prozent seiner Arbeitsplätze mit Schwerbehinderten zu besetzen (vgl. § 71 Sozialgesetzbuch IX). Frauen mit Schwerbehinderung sind dabei besonders zu berücksichtigen. Wird die 5-Prozent-Klausel nicht eingehalten, muss der Arbeitgeber eine Ausgleichsabgabe an das Integrationsamt bezahlen.

Der Arbeitgeber hat unter anderem darauf zu achten, dass die schwerbehinderten Mitarbeiter

  • angemessene Aufgaben erhalten, die sie leisten können, die sie aber auch fördern
  • die Möglichkeit haben, sich (bevorzugt) innerhalb, aber auch außerhalb des Betriebes weiterzubilden
  • einen für ihre Ansprüche (mit technischen Hilfsmitteln) ausgestatteten Arbeitsplatz zur Verfügung haben

Sind in einem Unternehmen mehr als fünf Schwerbehinderte angestellt, muss für diese eine Schwerbehindertenvertretung gewählt werden, die die Interessen der Mitarbeiter mit Handicap vertritt.

Schwerbehinderte haben zudem Anspruch auf eine Woche zusätzlichen bezahlten Urlaub. Möchte der Arbeitgeber einem schwerbehinderten Mitarbeiter kündigen, muss er dafür beim jeweils zuständigen Integrationsamt eine schriftliche Zustimmung beantragen (vgl. § 87 Sozialgesetzbuch IX).

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