Gründer 55plus: Unternehmer mit Erfahrung

23. Januar 2012

Viele Arbeitnehmer machen sich im Alter selbstständig – allerdings nicht immer ohne Schwierigkeiten.

Die Personen in Deutschland, die sich beruflich selbstständig machen, sind im Schnitt zwischen 25 und 45 Jahre alt. Aber gerade auch für Ältere ist der Weg in die Selbstständigkeit häufig ein sinnvoller Schritt und unter Umständen ein Weg aus der (Langzeit-)Arbeitslosigkeit. Doch nur jeder zehnte Gründer in der Bundesrepublik ist zwischen 55 und 64.

Für Menschen, die schon einiges an Berufserfahrung und Fachwissen gesammelt haben und die ihre Stärken kennen, denkt man, sei es sehr viel einfacher, ihr eigener Herr zu werden. Das stimmt einerseits – doch auf der anderen Seite fehlt es oftmals an kompetenter Beratung, die ältere Gründer unterstützt und zum Beispiel in kaufmännischen Belangen berät.

Auch das Fehlen von finanziellen Mitteln, die Angst zu versagen und dem Erfolgsdruck nicht standzuhalten zu können, hält viele ältere und gut qualifizierte Menschen davon ab, den Schritt in die Selbstständigkeit noch zu wagen. Denn die späte Unternehmerschaft ist zwar eine gute Alternative zu drohender Arbeitslosigkeit oder Ruhestand, hemmt jedoch die Möglichkeit, im Falle eines Scheiterns nochmals woanders Fuß zu fassen.

Das RKW Kompetenzzentrum in Eschborn hat eine Studie zu diesem Thema veröffentlicht, in der die Kompetenzen sowie die Bedürfnisse älterer Gründerinnen und Gründer beleuchtet werden. Sie enthält auch Erfahrungsberichte dreier älterer Unternehmer sowie deren Gründungsentwicklung und -schwierigkeiten.

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