Das Integrationsministerium in Baden-Württemberg möchte Menschen mit Migrationshintergrund zunehmend für Polizeiaufgaben einsetzen.

Jeder vierte Bürger Baden-Württembergs kommt aus einer Familie mit Migrationshintergrund. Für diese Menschen ist es mitunter sehr viel schwerer eine Arbeitsstelle zu finden als für deutsche Mitbürger – weil Bewerbungen mit ausländischem Absender häufig gar nicht in die engere Auswahl kommen.

Die baden-württembergische Ministerin für Integration, Bilkay Öney, hat sich für 2012 unter anderem zum Ziel gesetzt, Migranten beziehungsweise Menschen mit ausländischer Staatsbürgerschaft verstärkt für Verwaltungsaufgaben des Landes einzusetzen – zum Beispiel im Polizeidienst. Hierfür gibt es auch schon ein Pilotprojekt. Öneys Meinung nach ist das „ein Beitrag zu einer modernen, kundenorientierten und effizienten Verwaltung“.

Damit die gegenseitige Akzeptanz und der Austausch unterschiedlicher Kulturen von Anfang an gewährleistet sind, wurde ein E-Learning-Kurs entwickelt, der Führungskräften und Personalern entsprechendes Fachwissen vermitteln soll. Der Kurs „Erwerb interkultureller Kompetenzen“ stößt auf großes Interesse und findet im Februar 2012 bereits zum zweiten Mal statt.

Die Prüfung sowie die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse sind ebenfalls Punkte, die Bilkey Öney für sehr wichtig hält. Das Landesanerkennungsgesetz, das 2013 in Kraft treten wird, soll hierbei für mehr Klarheit sorgen.