Tatort Bewerber-Recruiting: Neue Formen der Mitarbeitersuche

14. März 2012

Unternehmen setzen immer öfter auf außergewöhnliche Einstellungsmethoden: Zum Beispiel laden sie Bewerber zum „IT-Krimidinner“ oder zum „Crossgolfing“ ein.

Für Arbeitgeber wird es zunehmend schwierig, gute Mitarbeiter zu finden. Vor allem jungen und qualifizierten Kandidaten muss etwas Besonderes geboten werden – und das bereits beim ersten Kennenlernen. „Recruitainment“ heißt das Zauberwort: Recruiting und Entertainment in einem.

Die Agentur Young Targets ist auf Recruiting-Veranstaltungen spezialisiert. Ein Beispiel für solch ein Event ist „Geocoaching“: Eine Schnitzeljagd mit GPS-Gerät, bei der die geladenen Bewerber per Satellit versteckte IT-Fachfragen suchen und beantworten müssen. Oder eine „Catch-the-job-Tour“, bei der ausgewählte Bewerber mit dem Bus von einem potentiellen Arbeitgeber zum nächsten gefahren werden – sozusagen eine neue Form der Jobmesse. Andere Unternehmen laden zum „Crossgolfing“ ein, bei dem die Recruiting-Teilnehmer ihre Geschicklichkeit mit dem Golfschläger unter Beweis stellen.

„Recruitainment“ dient zwar dem gegenseitigen Kennenlernen und Beschnuppern, trotzdem geht es in den meisten Fällen gezielt um die Besetzung einer Stelle. So sollen beispielsweise bei einem IT-Krimidinner unter dem Motto „Ungeklärte Mordserie – IT-Spezialisten gesucht!“ entsprechende Fachkräfte auch gefunden werden: Während eines Drei-Gänge-Menüs geschieht ein (fiktiver) Mord. Die Bewerber haben nun die Aufgabe, herauszufinden, wer der Mörder ist. Natürlich benötigen sie für die Aufklärung ihr Expertenwissen in Sachen IT.

Diese neue Art der Personalauswahl kommt der Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt entgegen. Denn aufgrund des zunehmenden Fachkräftemangels sowie den steigenden Ansprüchen der – häufig jungen und hochqualifizierten – Bewerber, muss auch in diesem Bereich ein Umdenken stattfinden.

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