Arbeitsmarkt Juni 2012

6. Juli 2012

Arbeitnehmer bemängeln zunehmend, dass freie Stellen nicht aus den eigenen Reihen, sondern mit externen Kräften besetzt werden.

Im Juni ging die Zahl der Arbeitslosen um 46.000 auf 2.809.000 zurück. Betrachtet man diese Entwicklung allerdings unter Einbeziehung der jahreszeitlichen Einflüsse (Saisonbereinigung), ist die Arbeitslosigkeit um 7.000 gestiegen: Im Westen Deutschlands gab es einen Zuwachs von 9.000 Arbeitslosen, im Osten hingegen einen Rückgang um 2.000.

Der Bestand gemeldeter Arbeitsstellen lag im Juni bei 499.000. Das entspricht einem Plus von vier Prozent gegenüber 2011. In Westdeutschland nahmen die freien Stellen im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent zu, in Ostdeutschland um 15 Prozent.

Einen konkreten Eindruck der Einstellungsbereitschaft vermitteln laut der Bundesagentur für Arbeit jedoch die Stellenzugänge. Hier wurde über das Jahr hinweg (von Juli 2011 bis Juni 2012) die gleitende Jahressumme betrachtet, die saisonale Schwankungen ausgleicht. Demnach gab es 2,17 Millionen Stellenzugänge, was einem Minus von einem Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Im Juni bezogen 5.153.000 Personen Lohnersatzleistungen nach dem SGB III beziehungsweise Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts für Arbeitssuchende nach dem SGB II. Gegenüber 2011 entsprach das einem Rückgang von 160.000. Allerdings ist die Zahl der Empfänger von Arbeitslosengeld erneut gestiegen, die Zahl der Empfänger von Arbeitslosengeld II hingegen etwas zurückgegangen.

Im Vergleich zum Vorjahr gab es zudem mehr gemeldeten Ausbildungsstellen. Die abgeschlossenen Ausbildungsverträge lagen bereits im Mai 2012 über dem Wert des vergangenen Jahres.

Weitere Details und Zahlen zum Arbeitsmarkt Juni 2012 sind online bei der Bundesagentur für Arbeit abrufbar.

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