Nach Aussetzung des Zivildienstes im vergangenen Jahr wurde der Bundesfreiwilligendienst (BFD) eingeführt.

Bis Juli 2011 bekamen soziale und gemeinnützige Einrichtungen tatkräftige Unterstützung von Zivildienstleistenden. Als der Zivildienst in Deutschland abgeschafft wurde, nahmen viele an, dass das System ohne die Helfer auf Zeit nicht mehr funktionieren würde. Als Ersatz und zur Ergänzung des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) sowie des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖS) führte die Bundesregierung den Bundesfreiwilligendienst (BFD) ein.

Der BFD soll ehrenamtliches Engagement im sozialen, kulturellen oder ökologischen Bereich fördern. Auch im Zivil- und Katastrophenschutz, der Integrationsarbeit oder in Sportprojekten werden entsprechende Stellen für freiwillige Helfer angeboten. Alle Einrichtungen, die bisher Zivildienstleistende beschäftigten, wurden automatisch als BFD-Einsatzstelle anerkannt.

Einen Bundesfreiwilligendienst absolvieren kann jeder, der die Vollzeitschulpflicht erfüllt hat.  Nach oben gibt es keine Altersgrenze. Die Dauer des Dienstes beträgt zwölf Monate, in Ausnahmefällen auch sechs, 18 oder 24 Monate. Personen über 27 Jahren können ihre wöchentliche Dienstzeit auf 20 Stunden reduzieren.

Die Teilnehmer eines Bundesfreiwilligendienstes erhalten von ihren Einsatzstellen ein Taschengeld sowie Verpflegung, eine Unterkunft oder Arbeitskleidung (beziehungsweise einen entsprechenden Kostenausgleich). Auch die Sozialversicherungsbeiträge werden übernommen.

Der Bundesfreiwilligendienst stellt eine sinnvolle Aufgabe für Menschen dar, die entweder noch nicht wissen, in welche Richtung ihr beruflicher Weg führen soll oder die neben Arbeit und Familie einen Ausgleich suchen. Auch für Menschen im Rentenalter, die eine ehrenamtliche Tätigkeit übernehmen möchten, bietet sich der Dienst als freiwilliger Helfer an. Gleichzeitig werden gemeinnützige Einrichtungen unterstützt, die zunehmend auf personelle Hilfe angewiesen sind.