Wenn der Kollege zum Chef wird

19. Oktober 2012

Werden aus Kollegen auf einmal Mitarbeiter und Vorgesetzter, ist es für beide Seiten zunächst eine ungewohnte Situation.

Gestern noch gute Kollegen, heute Mitarbeiter und Chef: Häufig kommt es vor, dass sich die Konstellation plötzlich ändert – nicht selten entstehen dann Missmut und Machtkämpfe. Oftmals wird der neue Vorgesetzte nicht als solcher angenommen, seine Entscheidungen nicht akzeptiert – er fühlt sich überfordert und nicht mehr zugehörig. Die Mitarbeiter haben das Gefühl, nicht mehr ernst genommen zu werden oder sie sind neidisch auf den, der mal einer von ihnen war. Doch wie gehen alle Beteiligten am besten mit dieser Situation um?

Für beide Seiten ist die neue Rolle keine einfache. Da hilft nur gegenseitige Solidarität und ein persönliches Gespräch. Die veränderte Stellung des anderen sollte akzeptiert und unterstützt werden. Auch sollten die Stärken des einstigen Kollegen anerkannt und nicht die Schwächen gegen ihn ausgespielt werden.

Ist der neue Vorgesetzte weiterhin der „Kamerad“, kann die Zusammenarbeit sehr erschwert und erfolglos sein. Er sollte unbedingt Autorität vermitteln und seine neue Aufgabe als Chef erfüllen, auch wenn er damit anfangs Schwierigkeiten hat.

Damit ein neu gegründetes Chef-Mitarbeiter-Verhältnis nicht aufgrund wechselseitiger Befindlichkeiten eskaliert, bietet es sich an, einen externen Mediatoren oder Coach miteinzubeziehen. Dieser hilft beiden Seiten, in ihre neue Rolle zu wachsen, ihre Kompetenzen zu erkennen und die Position des anderen zu akzeptieren.

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