Arbeitsmarkt Oktober 2012

9. November 2012

Noch immer ist der deutsche Arbeitsmarkt trotz der wirtschaftlichen Entwicklung in Europa relativ stabil, obwohl leichte Veränderungen bemerkbar sind.

Die Erwerbstätigkeit und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nahmen in letzter Zeit immer weniger zu, obgleich es im Bereich Wirtschaftliche Dienstleistungen und im Verarbeitenden Gewerbe Zuwachs gab. Dagegen hat die Arbeitnehmerüberlassung ein Minus zu verbuchen.

Der Bestand gemeldeter Arbeitsstellen ist im Oktober in Westdeutschland um 7 Prozent (auf 383.000) gesunken, in Ostdeutschland ist er um 1 Prozent (auf 81.000) gestiegen. Die Unternehmen stellen im Vergleich zu den Jahren davor zwar vermehrt ein, trotzdem ist die Anzahl der Einstellungen seit Beginn 2012 rückläufig.

Saisonbereinigt ist die Arbeitslosigkeit wieder angestiegen. Insgesamt waren im Oktober 2.753.000 Menschen arbeitslos gemeldet. In den westdeutschen Bundesländern hat die Arbeitslosenzahl saisonbereinigt um 16.000 zugenommen, in den ostdeutschen dagegen um 4.000 abgenommen. Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern ist die Erwerbslosigkeit in Deutschland noch immer mit die niedrigste.

Der Anteil der Jugendlichen, die trotz des schon laufenden Ausbildungsjahres einen Ausbildungsplatz suchen ist zwar gering, jedoch höher als 2011. Das liegt nicht zuletzt an der hohen Bewerberzahl aufgrund der doppelten Abiturjahrgänge in diesem Jahr. Doch noch immer gibt es mehr offene Ausbildungsstellen als Bewerber, die bisher keine Lehrstelle gefunden haben.

Der komplette Arbeitsmarktbericht für Oktober 2012 ist bei der Bundesagentur für Arbeit abrufbar.

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