Nachdem sich der Start mehrmals verschoben hat, tritt ab Januar 2013 das elektronische Lohnsteuerverfahren nun doch in Kraft.

Die bunten Lohnsteuerkarten haben endgültig ausgedient, die letzte ihrer Art wurde für das Jahr 2010 ausgestellt. Ab 1. Januar 2013 wird die Karte durch ein elektronisches Verfahren ersetzt. Dafür wurden am 1. November 2012 die Elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale (ELStAM) eingeführt.

Die Lohnsteuerabzugsmerkmale bestehen aus Steuerklasse, Anzahl der Kinderfreibeträge, sonstige Freibeträge und dem Kirchensteuerabzugsmerkmal. Für das neue Verfahren müssen Arbeitnehmer ihrem Arbeitgeber nun nur noch ihr Geburtsdatum, die steuerliche Identifikationsnummer sowie die Art des Arbeitsverhältnisses mitteilen (Haupt- oder Nebenarbeitsverhältnis). Außerdem sind sie zukünftig verpflichtet, ihre Freibeträge selbst zu beantragen. Mit diesen Informationen ist der jeweilige Arbeitgeber berechtigt, die Lohnsteuerabzugsmerkmale seines Mitarbeiters bei der Finanzverwaltung einzusehen.

Jeder Arbeitgeber kann selbst entscheiden, wann und auf welche Weise – mit den Daten aller Arbeitnehmer auf einmal oder nach und nach – er auf das neue Verfahren umsteigen möchte. Das komplette Jahr 2013 wurde dafür als Einführungszeitraum festgelegt. Solange ein Arbeitgeber noch nicht für das ELStAM-Verfahren angemeldet ist, sind weiterhin die für das Jahr 2010 ausgestellte Papierlohnsteuerkarte beziehungsweise die Ersatzbescheinigungen gültig.

Weitere Informationen rund um das ELStAM –Verfahren können Arbeitgeber unter ELSTER abrufen.

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