Obwohl sich der deutsche Arbeitsmarkt aufgrund der schwierigen europäischen Wirtschaftslage momentan etwas schwer tut, ist er stabil – Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sind gestiegen.

Der Bestand der bei der Agentur für Arbeit gemeldeten Stellen verringerte sich vergangenen Monat auf insgesamt 405.000 (nicht saisonbereinigt). Das entspricht zehn Prozent weniger als im Vorjahr. Im Westen Deutschlands gingen die Stellen auf 328.000, im Osten auf 74.000 zurück.

Die Arbeitslosigkeit ist im Januar jahreszeitbedingt auf 3.138.000 gestiegen. Gegenüber Dezember war das ein Zuwachs von elf Prozent oder 298.000 Personen. In Westdeutschland nahm sie um zehn Prozent (auf 2.172.000), in Ostdeutschland um zwölf Prozent (auf 101.000) zu. Saisonbereinigt ergibt das trotzdem ein Minus von 5.000 (West) beziehungsweise 11.000 (Ost).

Lohnersatzleistungen nach dem SGB III oder Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts für Arbeitssuchende nach dem SGB II bezogen im Januar 5,29 Millionen Menschen. 1,02 Millionen davon erhielten Arbeitslosengeld, 4,38 Millionen Arbeitslosengeld II. Saisonbereinigt entsprach das im Vergleich zum Vormonat beides Mal einem Rückgang.

Es nahmen vergangenen Monat 861.000 Personen an einer von Bund oder der Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme teil. Das waren 16 Prozent weniger als im Januar 2012. Die am meisten in Anspruch genommene Maßnahme lag im Bereich der Berufsausbildungsförderung.

Der Arbeitsmarktbericht für Januar 2013 ist online bei der Bundesagentur für Arbeit abrufbar.