Deutschland diskutiert wieder über eine Frauenquote. Geht es nach den Arbeitnehmern, brauchen wir eine gesetzliche Regelung, die Frauen in die Führungsetagen verhilft. Ein Großteil bewertet die Karrierechancen für Frauen ohne Frauenquote für schlechter. Dies ergab eine aktuelle Arbeitnehmerbefragung im Rahmen des Randstad Arbeitsbarometers.

Eine Frauenquote bringt Fairness in die Führungsetagen

78 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass Frauen es schwerer haben, in eine Führungsposition befördert zu werden. Mehr als die Hälfte ist für eine Einführung der Frauenquote. Um mehr Fairness in die Führungsetagen zu bringen halten 56 Prozent der Befragten eine gesetzliche Regelung für sinnvoll.

„Wenn es nach den Befragten geht, scheinen sich Frauen in puncto Karriere allein auf Know-how und Motivation nicht verlassen zu können“, sagt Petra Timm, Director Communications bei Randstad.

Die dargestellten Ergebnisse stammen aus einer Online-Umfrage im Rahmen des weltweit in 32 Ländern vierteljährlich durchgeführten Randstad Arbeitsbarometers. In Deutschland wurden 405 Beschäftigte aus unterschiedlichen Branchen befragt.

Führungsposten werden überwiegend männlich besetzt

Mehr als zwei Drittel (68 Prozent) der Unternehmen besetzen Führungsposten aktuell mit Männern. Zwar bevorzugen 42 Prozent der Arbeitnehmer männliche Chefs, umgekehrt sind jedoch 40 Prozent der Meinung, dass Frauen besser für Führungsaufgaben geeignet sind. Die Mehrheit der Arbeitnehmer wünscht sich ein größeres geschlechtliches Gleichgewicht in der Führungsriege des eigenen Arbeitgebers.