Arbeitsmarkt Juni 2013

1. Juli 2013

Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung gingen vergangenen Monat zurück, Kurzarbeit nahm aufgrund des Hochwassers wieder zu.

Im Juni hatte das Hochwasser einige Regionen Deutschlands fest im Griff. Das wirkte sich zusätzlich auch auf die wirtschaftliche Lage im Lande aus, die momentan ohnehin noch wackelig ist, sich aber langsam erholte. Laut Bundesagentur für Arbeit werden die aktuellen Ausfälle hinsichtlich Konsum und Investitionen aufgrund der Flutschäden ab dem 2. Halbjahr 2013 wieder ausgeglichen.

Das Hochwasser führte regional, besonders aber in Sachsen und Sachsen-Anhalt, verstärkt zu einem Anstieg der Kurzarbeit. Die Bundesagentur schätzt, dass im Juni deutschlandweit 40.000 Personen davon betroffen waren. Zuvor war die Zahl von 43.000 im April auf 26.000 im Mai zurückgegangen.

Die Arbeitslosigkeit und die Unterbeschäftigung sind erneut gesunken. Von Mai auf Juni ging die Zahl der Arbeitslosen insgesamt um zwei Prozent auf 2.865.000 zurück. Saisonbereinigt betrachtet ergab das ein Minus um 12.000. In Westdeutschland ging die Arbeitslosigkeit auf 2.029.000 zurück (minus zwei Prozent), im Osten sank sie auf 836.000 Personen (minus vier Prozent).

Arbeitslosengeld (nach SGB III) erhielten vergangenen Monat 851.000, Arbeitslosengeld II (nach SGB II) 4,46 Millionen Menschen. Das entsprach jeweils einem Minus von 20.000 beziehungsweise 24.000 Leistungsempfängern. Insgesamt nahm die Zahl der Menschen, die Lohnersatzleistungen in Anspruch genommen hatten, jedoch zu. Im Vergleich zum Vormonat gab es einen Anstieg von 65.000 Personen.

Der komplette Arbeitsmarktbericht für Juni 2013 der Bundesagentur für Arbeit ist online abrufbar.

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