Arbeitsmarkt Juli 2013

6. August 2013

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland entspannt sich merklich, so dass sich auch der Arbeitsmarkt wieder positiver entwickelt.

Die Schuldenkrise, ein übermäßig langer Winter sowie die Hochwasserkatastrophe in einigen Regionen der Bundesrepublik haben die deutsche Wirtschaft und Konjunktur in den vergangenen Monaten stark beeinträchtigt. Dennoch verbesserte sich die Gesamtsituation im 2. Quartal wieder.

Zwar haben Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung im Juli zugenommen. Der Grund hierfür ist durch die Sommerpause jedoch jahreszeitlich bedingt. Vergangenen Monat waren 2.914.000 Menschen arbeitslos gemeldet. Das entspricht nicht saisonbereinigt einem Anstieg von zwei Prozent gegenüber Juni. Zurückzuführen ist das zu einem großen Teil auf arbeitslos gemeldete Jugendliche, die im Anschluss an Schule oder Ausbildung keine Beschäftigung hatten.

Wie bereits in den Monaten zuvor stieg die Arbeitslosigkeit in Westdeutschland stärker an als im Osten. Nicht saisonbereinigt stieg sie demnach im Westen um 2 Prozent (48.000 Personen), im Osten dagegen nur 0,2 Prozent (2.000 Personen) gegenüber dem Vormonat an.

5,22 Millionen Menschen haben im Juli Lohnersatzleistungen nach dem SGB III beziehungsweise Leistungen zur Sicherung es Lebensunterhalts für Arbeitssuchende nach SGB II bezogen. Das waren insgesamt 36.000 mehr als 2012. Davon bekamen 892.000 Personen Arbeitslosengeld (im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 67.000.) sowie 4,44 Millionen Jobsuchende Arbeitslosengeld II (minus 16.000 im Vorjahresvergleich).

Bis im Oktober das neue Ausbildungsjahr beginnt, ist es nicht mehr lange hin. Stand jetzt gibt es noch immer weit mehr Bewerber als Stellenangebote. Verglichen mit den Juli-Monaten der vergangenen zwei Jahre hat sich dieser Trend noch verschärft.

Den ausführlichen Bericht über den Arbeitsmarkt Juli 2013 hat die Bundesagentur für Arbeit im Netz veröffentlicht.

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