Dienstlaptop: Wer haftet wann?

Wenn ein Unternehmen seinen Mitarbeitern mobile IT-Hardware zur dienstlichen Nutzung bereitstellt, sollten beide Seiten über einige Haftungsrisiken informiert sein.

Im Zug oder an Flughäfen sieht man sie am häufigsten: Laptops, die Unternehmen ihren Mitarbeitern zur dienstlichen Nutzung zur Verfügung stellen. Doch was, wenn – hoppla – das wertvolle Gerät plötzlich herunterfliegt, einen Virus hat – oder der Benutzer einfach (dienstliche) Daten löscht? Dann steht die Frage im Raum, wer für welchen Schaden haftet.

Grundsätzlich lässt sich die Haftung des Arbeitnehmers in drei „Schweregrade“ einordnen: So haftet der Mitarbeiter für von ihm im betrieblichen Zusammenhang entstandene Schäden nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit vollumfänglich, nach den allgemeinen zivilrechtlichen Regeln. Liegt mittlere Fahrlässigkeit vor, also das schlichte „Außerachtlassen der erforderlichen Sorgfalt“, findet eine Teilung des Schadens zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer statt.

Kann dem Arbeitnehmer hingegen nur ein ganz geringes Verschulden vorgeworfen werden und liegt eine Ausnahme vor, ist von „leichter Fahrlässigkeit“ auszugehen. Hier ist die Haftung des Arbeitnehmers vollständig ausgeschlossen.

Neben der zivilrechtlichen Haftung kann der Missbrauch von dienstlichen Laptops unter Umständen auch strafrechtliche Konsequenzen für den Mitarbeiter nach sich ziehen – zum Beispiel, wenn Hackersoftware installiert oder vorsätzlich virenbehaftete Software durch den Nutzer verbreitet wird.