Kinderwunsch? Ja. Deshalb Verzicht auf Karriere? Eher nicht.

16. September 2013

Ein guter Verdienst sowie finanzielle Unabhängigkeit ist den meisten Frauen heutzutage sehr wichtig – den Männern gefällt das.

Das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB), das infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft und das Frauenmagazin „Brigitte“ führten 2007 eine Befragung unter 2.000 jungen Frauen und Männern (im Alter von 17 bis 19 sowie von 27 bis 29 Jahren) durch und befragten sie zu ihren Lebensplänen und -entwürfen. Im Jahr 2010 wurde bei denselben Personen erneut nachgefragt und bei einem Viertel der Teilnehmer 2012 noch ein drittes Mal.

Die Ergebnisse zwischen 2007 und 2012 gingen teilweise ein gutes Stück auseinander. Zum Beispiel waren noch vor sechs Jahren nur 36 Prozent der Frauen überzeugt, dass Kinder und Karriere nicht wirklich miteinander vereinbar seien. 2012 sahen das schon 53 Prozent so. Trotzdem sagten zuletzt 93 Prozent der Frauen, dass sie gerne Kinder haben würden. Vergangenes Jahr waren immerhin ein wenig mehr der weiblichen Befragten als bei der Befragung 2007 der Meinung, dass sich Unternehmen mittlerweile stärker für Familie und Beruf einsetzten.

91 Prozent der Frauen möchten finanziell unabhängig sein, Geld und Job sind ihnen sehr wichtig. Mehr als drei Viertel der befragten Männer erwarten das allerdings auch, möchten unabhängige Partnerinnen. Dennoch sehen die meisten der männlichen Befragten Kindererziehung und Haushalt noch immer als Frauensache an. Immerhin würden zwei Drittel von ihnen ihre Arbeit unterbrechen, um sich für eine bestimmte Zeit um den Nachwuchs zu kümmern.

Die Ergebnisse der Studie sind online bei der WZB abrufbar.

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