Arbeitsmarkt September 2013

9. Oktober 2013

Die Herbstbelebung sorgte für einen Rückgang der Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit stieg dagegen wieder leicht an.

Durch die Herbstbelebung sind die Arbeitslosigkeit und die Unterbeschäftigung im September zurückgegangen. Es wurden 97.000 Arbeitslose weniger verzeichnet als im Vormonat, insgesamt 2.849.000 Personen. In saisonbereinigter Betrachtung waren vergangenen Monat allerdings 25.000 Menschen mehr arbeitslos gemeldet als noch im August. Der Anstieg hängt mit der geringen Entlastung durch die Arbeitsmarktpolitik zusammen. Bei der Unterbeschäftigung blieb hingegen saisonbereinigt alles unverändert.

Bezüge aus der Grundsicherung (Arbeitslosengeld II nach SGB II) oder aus der Arbeitslosenversicherung (nach SGB III) bekamen im September 4.377.000 beziehungsweise 843.000 Personen. Beide Male gab es auch hier einen Rückgang gegenüber dem Vormonat (um 44.000 beziehungsweise 46.000).

446.000 Arbeitsstellen (nicht saisonbereinigt) waren im September gemeldet, von denen 89 Prozent sofort zu besetzen waren. Im gesamten Bundesgebiet entsprach das einem Rückgang von saisonbereinigten acht Prozent gegenüber dem gleichen Monat 2012. Betrachtet man die Zahlen von Westdeutschland gab es im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von neun, im Osten von einem Prozent.

Kurzarbeitergeld wird Betrieben in wirtschaftlich schweren Zeiten ausgezahlt, damit sie die Arbeitsplätze ihrer Mitarbeiter erhalten können. Nachdem im Juli an 75.000 Beschäftigte Kurzarbeitergeld ausbezahlt wurde, im August dagegen nur an 15.000 Personen, ist die Zahl im September wieder auf 20.000 gestiegen. Trotzdem ist das Niveau der konjunkturellen Kurzarbeit weiterhin wenig dramatisch.

Den vollständigen Arbeitsmarktbericht für September 2013 hat die Bundesarbeitsagentur online veröffentlicht.

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