Im Oktober gingen Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung zurück, die Erwerbstätigkeit dagegen war so hoch wie seit der Wiedervereinigung nicht.

Vergangenen Monat wurden (nach bisherigem Stand) 5,06 erwerbsfähige Leistungsempfänger registriert. Das bedeutet, dass die Zahl derer, die Lohnersatzleistungen nach dem SGB III (Arbeitslosengeld) oder Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach SGB II (Arbeitslosengeld II) bezogen, dem Wert aus dem Vorjahr entspricht (saisonunbereinigt).

Die Arbeitslosigkeit ist im Oktober um 48.000 auf 2.801.000 Personen gesunken. Saisonbereinigt entspricht das einem Zugang von 2.000 (Vergleich: Im September gab es einen Zugang um 24.000, im August um 7.000). Gegenüber Oktober 2012 waren in diesem Jahr allerdings 48.000 mehr Arbeitslose zu verzeichnen. Das hängt nicht zuletzt mit der zurückgehenden Entlastung durch die Arbeitsmarktpolitik zusammen. Nach wie vor entwickeln sich Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung im Westen Deutschlands weniger positiv als im Osten.

Obwohl die deutsche Wirtschaft weiter wächst, Konsum und Investitionen deutlich steigen und damit auch die Beschäftigung zunimmt, profitieren Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung kaum davon. Schuld daran sind anscheinend Missstände am Arbeitsmarkt. Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist groß – doch können die Qualifikationen, Fachkenntnisse oder die regionalen Voraussetzungen der Arbeitslosen diese nicht oder nur unzureichend bedienen. Dennoch ist die Erwerbstätigkeit im September über 42 Millionen gestiegen – das war zuletzt vor der Wiedervereinigung der Fall.

An arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, die von Bund oder der Bundesagentur für Arbeit gefördert werden, nahmen im Oktober 843.000 Menschen teil. Das bedeutet im Vorjahresvergleich ein Minus von zwölf Prozent. Noch immer waren Angebote zur Berufswahl sowie Berufsausbildung diejenigen, mit dem größten Zulauf: 20 Prozent oder 172.000 aller Teilnehmer nahmen diese in Anspruch.

Der komplette Arbeitsmarktbericht Oktober 2013 von der Bundesagentur für Arbeit ist online abrufbar.