Bildungsurlaub für Arbeitnehmer

11. November 2013

Beschäftigte haben das Recht auf fünf Tage Urlaub im Jahr zu Fortbildungszwecken – bisher allerdings nicht in allen deutschen Bundesländern.

Viele Arbeitnehmer wissen gar nicht, dass ihnen in jedem Kalenderjahr fünf Tage bezahlter Bildungsurlaub zusteht – und nehmen ihn daher natürlich auch nicht in Anspruch. Bildungsurlaub bedeutet freie Zeit, in der berufliche Fortbildungen besucht werden können und der Lohn vom Arbeitgeber weiterhin gezahlt wird. Für die Seminarkosten müssen die Mitarbeiter allerdings selbst aufkommen.

Berufliche Weiterbildungsangebote gibt es zahlreiche: Sprach- oder EDV-Kurse, Seminare in den Bereichen Management, Führung, Gesundheit, Finanzen, Politik, Technik, Persönlichkeitsentwicklung oder auch Ökologie – um nur einige zu nennen. Bisher ist Bildungsurlaub nur in zwölf Bundesländern in Deutschland gesetzlich anerkannt. Diese haben jedes für sich eigene Bestimmungen hierzu. In den vier Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen und Thüringen wird Bildungsurlaub bislang nicht gewährt.

Ein Antrag auf Bildungsurlaub muss mindestens sechs Wochen vor gewünschtem Beginn beim Arbeitgeber schriftlich eingereicht werden. Unterlagen wie Seminarprogramm und Informationen zum Bildungsträger sollten unbedingt beigelegt werden. Abgelehnt werden darf die Weiterbildungszeit nur aus wichtigen betrieblichen Gründen, beispielsweise wenn der Zeitpunkt ungünstig oder das gewählte Seminar nicht für Bildungsurlaub passend ist.

Nach Durchführung der Fortbildung ist dem Arbeitgeber eine Teilnahmebestätigung vorzulegen. Sollte der Mitarbeiter den Fortbildungsurlaub nur vorgetäuscht haben, um sich eine schöne Zeit zu machen, droht ihm unter Umständen die fristlose Kündigung.

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