Manche Unternehmen verfassen ihre Arbeitsverträge in der Du-Form. Sie wollen damit ihr gelebtes Employer Branding von Anfang an deutlich machen.

Die FAZ veröffentlichte Ende März einen Artikel über moderne Arbeitsverträge. Der Trend geht wohl vielfach weg von steifen, verklausulierten Formulierungen und Verträgen, in denen bereits auf der zweiten Seite steht, welche Kündigungsrechte und -pflichten der künftige Arbeitnehmer hat. Und in denen sich der Arbeitgeber vor jedwedem Risiko absichert und schützt.

Nein, immer häufiger werden Arbeitsverträge in der Du-Form geschrieben. In der Regel sind das kreative, hippe Unternehmen, in denen sich sowieso alle duzen – und die auch potentielle Bewerber in ihren Stellenanzeigen bereits mit Du ansprechen. Hier wird das Employer Branding durch und durch gelebt und von Anfang an kommuniziert.

Ob in Stellenzeigen und Arbeitsverträgen geduzt werden muss und sollte, bleibt dahingestellt. Doch ein sprachlich verständlicher sowie zyklisch angepasster Arbeitsvertrag würde Neuankömmlingen im Unternehmen unter Umständen ein wenig den Schrecken nehmen – zum Beispiel wenn es um Verbote und Vertragsstrafen geht. Selbstverständlich muss ein Arbeitsvertrag den rechtlichen Vorschriften genügen – aber eine Kündigung kommt nun mal erst am Schluss.

Im genannten FAZ-Artikel erklärt eine Arbeitsrechtlerin unter anderem, wie sich Unternehmen einer entsprechenden Umgestaltung ihrer Arbeitsverträge annehmen und worauf sie achten sollten.