Randstad Arbeitsbarometer Q1/2014 - Arbeitgeber haben kein Problem mit Freistellung auf Zeit

16. Mai 2014

Um die Pflege von Angehörigen selbst zu übernehmen, können Arbeitnehmer eine Jobpause einlegen. Wie Arbeitgeber und Arbeitnehmer in Deutschland mit der Bedeutung von Pflegezeit umgehen, ist Thema der Arbeitnehmerbefragung im Rahmen des Randstad Arbeitsbarometers (Q1/2014).

Seit Juli 2008 haben Beschäftigte durch das Pflegezeitgesetz (PflegeZG) den gesetzlichen Anspruch, Angehörige zu pflegen und sich für eine begrenzte Dauer von der Arbeit freistellen zu lassen oder in Teilzeit zu arbeiten, ohne dadurch den Arbeitsplatz zu gefährden. Dies soll dazu beitragen, Berufstätigkeit und familiäre Pflege besser miteinander zu vereinbaren.

Laut der Arbeitnehmerbefragung im Rahmen des Randstad Arbeitsbarometers vertrauen 77 Prozent der Arbeitnehmer auf die Unterstützung ihrer Arbeitgeber, wenn sie aus persönlichen Gründen eine Auszeit nehmen müssten.

Gut 68 Prozent der Befragten sind sicher, dass die Pflegezeit eine Option für ihren Arbeitgeber ist.

„Die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege ist immer eine Herausforderung. Hier gilt es, individuelle Lösungen und Modelle zu erarbeiten, die für Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichermaßen praktikabel sind“, erklärt Petra Timm, Director Communications bei Randstad Deutschland.

Das Thema Pflegezeit muss durch offene Kommunikation zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer behandelt werden, denn immerhin 50 Prozent der befragten Arbeitnehmer würden ihren Job kündigen und sich für die Familie entscheiden.

Das Randstad Arbeitsbarometer wird als Online-Umfrage vierteljährlich in 32 Ländern durchgeführt. In Deutschland wurden 405 Beschäftigte aus unterschiedlichen Branchen befragt.

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