Stromrechnung vom Arbeitgeber

11. Juni 2014

Der Anschluss von privaten Elektrogeräten bei der Arbeit ist zwar erlaubt, doch kann der Arbeitgeber den Anspruch einer monatlichen Stromkostenpauschale erheben, so das Urteil des Arbeitsgerichtes Iserlohn vom 20. März 2014.

Nutzen Mitarbeiter private Elektrogeräte am Arbeitsplatz, wie zum Beispiel Kaffeemaschinen oder Kühlschränke, so kann der Arbeitgeber eine monatliche Energiepauschale von seinen Mitarbeitern verlangen.

Dies gilt, nachdem ein Mitglied des Personalrates der Rathausverwaltung beim Arbeitsgericht Iserlohn Klage gegen den Arbeitgeber einreichte. Der Kläger hatte, zusammen mit weiteren Kollegen, einen Kühlschrank für den Arbeitsplatz erworben. Daraufhin forderte der Arbeitgeber von den Mitarbeitern eine monatliche Strompauschale für das angeschlossene Gerät. Dem Beklagten wurde vorgeworfen, dass die monatliche Energiekostenpauschale in Höhe von 5 EURO zu Unrecht erhoben wurde. Das Arbeitsgericht Iserlohn entschied zu Ungunsten des Klägers.

Mit der Anmeldung des Kühlschrankes stimmte der Kläger dem Abzug einer monatlichen Energiekostenpauschale zu und ging somit einen rechtlich verbindlichen Vertrag mit seinem Arbeitgeber ein. Nach dieser Vereinbarung steht es dem Beklagten demnach zu, monatlich eine Pauschale für die anfallenden Stromkosten zu fordern (§§ 241, 305 Bürgerliches Gesetzbuch, BGB).

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