Ob das privat eingerichtete Arbeitszimmer von der Steuer abgesetzt werden kann, ist abhängig vom Umfang des Arbeitsplatzes an dem jeweiligen Arbeitsort, so zwei Urteile des BFH (Bundesfinanzhof) vom 26. Februar 2014.

In zwei Urteilen hat der Bundesfinanzhof entschieden, dass die aufgebrachten Kosten zum Einrichten eines sogenannten Home Office, oder auch Telearbeitsplatz, nur dann von der Steuer abgesetzt werden können, wenn dem Arbeitnehmer für seine Tätigkeit der Platz an der Arbeitsstelle im Unternehmen fehlt. Dies gilt auch für sogenannte Poolarbeitsplätze, an denen sich in einem Unternehmen mehrere Arbeitnehmer einen Arbeitsplatz teilen müssen, zum Beispiel wenn diese häufig im Außendienst tätig sind.

Der Arbeitnehmer kann die Aufwendungen für einen zu Hause eingerichteten Telearbeitsplatz nicht steuerlich absetzen, wenn er die Tätigkeit auch am eigentlichen Arbeitsplatz ausrichten kann. Dies ist das Urteil des BFH, nachdem ein Kläger mit seinem Arbeitgeber zwei Home Office Arbeitstage vereinbarte, die Arbeit jedoch auch ohne Einschränkungen an seiner Arbeitsstelle im Unternehmen hätte ausrichten können.

Im zweiten Fall entschied der BFH zugunsten des Klägers. Laut dem Urteil darf der Kläger, ein Großbetriebsprüfer eines Finanzamtes, die angefallenen Kosten für sein Home Office absetzen, da er sich mit sieben Kollegen drei Poolarbeitsplätze teilen muss. In diesem Fall kann der Kläger die zu erledigende Arbeit anhand des fehlenden Arbeitsplatzes nur von zu Hause aus erledigen.