Social Networking mit dem Chef

21. August 2014

Ob Sie mit Ihrem Chef bei Facebook oder Google+ befreundet sind oder auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle – Ihre Social Media Aktivität sagt so einiges über Sie aus.

Das Verhältnis zum Chef ist für viele Arbeitnehmer ausschlaggebend für die Entscheidung, ob sie eine Kontakt- oder Freundschaftsanfrage vom Vorgesetzten in einem Sozialen Netzwerk annehmen, so das Ergebnis einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Aris im Auftrag des Hightech-Verbands Bitkom. Bei der Umfrage wurden insgesamt 430 Berufstätige befragt, die diverse Social Media Plattformen nutzen. Die Mehrheit möchte demnach nicht mit ihren Vorgesetzten bei Facebook und Co. befreundet sein, obwohl es bei den meisten Social Media Kanälen eine Einstellung gibt, die den Benutzern ermöglicht, ihre Kontakte in Gruppen zu unterteilen, um dadurch die Sichtbarkeit ihrer Bilder und Statusmeldungen zu kontrollieren – somit kann nicht jeder Kontakt jeden Beitrag sehen. Kontaktanfragen bei Internetplattformen wie Xing und LinkedIn werden von den Berufstätigten jedoch noch eher toleriert, als persönlichere Kanäle wie Facebook und Google+, da diese als reine Geschäftsnetzwerke gelten.

Wer auf Jobsuche ist, sollte über die eine oder andere Statusmeldung zukünftig genauer nachdenken – wie die Agentur Careerbuilder herausfand, interessieren sich zwischenzeitlich viele Personaler auch für die Facebook Profile ihrer Bewerber. Befragte Personalabteilungen in den USA gaben somit an, dass die Selbstdarstellung des potentiellen neuen Arbeitnehmers oftmals ausschlaggebend für eine Einstellung ist. Als definitive Einstellungskiller gelten somit Beiträge zum Konsum von Drogen und Alkohol (41 Prozent), provokante Bilder (46 Prozent) und falsche Rechtschreibung (31 Prozent). Auch wer sich gerne auf seinem Profil über Arbeitskollegen oder die Arbeit auslässt, sollte dies zukünftig unterbinden. Wer aber nun mit dem Gedanken spielt, sich aus der Welt der sozialen Netzwerke zu verabschieden tut sich ebenfalls keinen Gefallen – haben Bewerber keine Profile, fallen diese bei den Personaler ebenfalls negativ auf.
Die Social Media Präsenz kann bei der Jobsuche aber auch Vorteile bringen – 24 Prozent der befragten Personaler gaben an, dass Bewerber, die auf ihren Profilen kreativ und kommunikativ sind, zunehmend Pluspunkte sammeln.

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