Der Softwarekonzern Microsoft macht es vor: Für seine Mitarbeiter in Deutschland wurde die Anwesenheitspflicht im Büro nun abgeschafft. Doch was steckt dahinter?

Gründe für  die Abschaffung der Anwesenheitspflicht sieht der Konzern im Arbeitsumfeld. Gerade das konzentrierte Arbeiten an wichtigen Projekten ist oftmals in Großraumbüros schwierig, so Microsofts Personalleiterin Elke Frank. So sei ihnen das gute Ergebnis wichtiger, als ihren Mitarbeitern vorzuschreiben, von wann bis wann und wo sie zu arbeiten haben. Das heißt jedoch nicht, dass die Angestellten des Konzerns nicht mehr zur Arbeit kommen dürfen – nach wie vor gibt es ein Büro mit begrenzten Arbeitsplätzen, die nun aber nicht mehr speziell einem Mitarbeiter zugeteilt sind. 
Microsoft setzt mit der Lockerung der Arbeitszeiten und dem Arbeitsort ein Zeichen. Denn der Wunsch nach flexiblen Arbeitszeiten und der freien Wahl des Arbeitsplatzes ist laut unterschiedlichsten Studien unter Arbeitnehmern groß. 
Die Abschaffung von vorgegebenen Arbeitszeiten und –orten birgt jedoch auch Gefahren. So kann es schnell passieren, dass die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verschwinden und zu einer Rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit führt. 
Grundsätzlich gilt: Die Mitarbeiter müssen bei solch einem flexiblen Arbeitsmodell die Verantwortung für ihre Arbeitszeiteinteilung übernehmen, um auch anschließend die zu erwartenden Ergebnisse zu liefern.