Arbeitsrecht-Irrtum der Woche

11. Februar 2015

Der Arbeitsrecht-Irrtum der Woche lautet: Geht es dem Unternehmen schlecht, sind Lohnkürzungen legitim. 

Befürchtet ein Arbeitnehmer anhand der misslichen finanziellen Lage seines Arbeitgebers eine Lohnkürzung zu erhalten, kann er sich getrost entspannen. Auch während einer Rezession dürfen Arbeitgeber die Gehälter der Mitarbeiter nicht ohne Weiteres kürzen. Zwar haben Arbeitgeber die Möglichkeit, durch eine Änderungskündigung – hier wird das Arbeitsverhältnis gekündigt, gleichzeitig aber ein neuer Arbeitsvertrag zu veränderten Bedingungen aufgesetzt – neue Bedingungen zu erschaffen. Jedoch gibt es hier für den Arbeitgeber einige Hürden zu überwinden. Denn wie bei jeder Kündigung, hat auch hier der Arbeitnehmer das Recht Klage einzureichen. Ist das der Fall, lässt das Bundesarbeitsgericht Änderungskündigungen nur in den seltensten Fällen durchgehen.
Geht es einem Unternehmen schlecht, kann der Arbeitgeber jedoch sogenannte freiwillige Zahlungen, wie Weihnachts- und Urlaubsgeld, einbehalten.

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