Gefälschte Bewerbungsunterlagen: Ist der Arbeitsvertrag anfechtbar?

16. März 2015

Lügt der Bewerber bezüglich seiner Leistungen im Bewerbungsprozess, kann das Arbeitsverhältnis aufgelöst werden. 

Stellt sich nach einer Einstellung eines neuen Mitarbeiters heraus, dass dessen Leistung nicht den in den Bewerbungsunterlagen angegebenen Qualifikationen entspricht, ist der Arbeitsvertrag anfechtbar. Das gilt vor allem dann, wenn sich herausstellt, dass Zertifikate, Qualifikationen und Zeugnisse vom Bewerber gefälscht wurden. Um den Arbeitsvertrag als nichtig zu erklären, muss der Arbeitgeber beweisen, dass der Bewerber nur aufgrund seiner Qualifikationen eingestellt wurde. Für den Arbeitgeber ist das jedoch nicht allzu schwierig, wenn die Stellenausschreibung bestimmte Qualifikationen oder Zertifikate voraussetzt. Ist das der Fall, kann das Arbeitsverhältnis auch nach Ablauf der Probezeit sofort beendet werden. 

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