Auf Taktlosigkeit folgt Abmahnung

27. April 2015

Wer sich gegenüber Kunden, Kollegen und Vorgesetzten schroff und beleidigend verhält, dem droht eine schriftliche Abmahnung.

Mitarbeiter, die sich gerne mal im Ton vergreifen oder gar beleidigende Äußerungen von sich geben, verstoßen gegen ihre arbeitsvertragliche Pflicht. Denn laut dem Arbeitsvertrag sind Arbeitnehmer dazu verpflichtet, stets höflich und freundlich im Umgang sowie in der Korrespondenz mit Kunden, Kollegen, Führungskräften und Dienstleistern zu sein. Fällt ein Mitarbeiter durch Unhöflichkeit mehrmals auf, beziehungsweise bessert sich das Verhalten nach einer mündlichen Ermahnung nicht, kann er schriftlich abgemahnt werden. Wichtig bei der Erstellung der Abmahnung ist die rechtssichere Formulierung – das zu bemängelnde Verhalten muss hier ausdrücklich genannt werden.
Kommt es selbst nach der schriftlichen Abmahnung zu keiner Verhaltensbesserung des Mitarbeiters, kann dem Mitarbeiter gemäß § 626 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) außerordentlich aus wichtigem Grund gekündigt werden. Doch auch hier gilt es einige Punkte zu berücksichtigen, um eine unwirksame Kündigung zu vermeiden. Zu prüfen ist unter anderem, ob die Äußerung durch Provokation entstand, wo und in welchem Kontext sie entstand und welche Auswirkungen das Fehlverhalten hat.

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