Die Amerikaner und Engländer machen es uns vor: Wenn ihnen etwas gefällt sagen sie es direkt. In Deutschland hingegen – ob privat oder im Job – gehen die Menschen eher sparsam mit Lob und Anerkennung um. Und das, obwohl ein kleines Kompliment so viel Gutes bewirken kann.

Sätze wie „Gut gemacht, klasse Job!“ oder „Tolle Schuhe, die Sie da anhaben!“ gehen bei den meisten runter wie Öl. Sie schmeicheln der Seele und signalisieren die Anerkennung des Gegenübers. Die anschließende Reaktion hingegen zeigt oft aber das Gegenteil. Der Geschmeichelte beginnt zu stammeln oder spielt das Geleistete oder die Schuhe herunter. Dabei wäre die Sache mit einem einfachen „Dankeschön!“ getan. Noch schlimmer: Viele verbinden Komplimente mit Oberflächlichkeit. Und das, wo doch der Mensch nach Lob und Anerkennung strebt. Ein Kompliment führt automatisch zu einer positiveren Stimmung und Atmosphäre. Manchmal ist es genau das, was einem den Tag doch noch versüßt. Warum also nicht den Kolleginnen und Kollegen mal wieder ein Kompliment machen – denn nichts ist leichter, wie jemandem mit ein paar netten Worten den Arbeitstag zu verschönern.