Generation Y: Auslandseinsatz unerwünscht

4. September 2015

Was vor ein paar Jahren noch als der Karrierekick schlechthin galt, ist bei Berufseinsteigern heutzutage eher unerwünscht. Anstatt international tätig zu sein, bleiben sie lieber zu Hause und suchen sich einen Arbeitgeber in der gewohnten Umgebung.

Wer vor ein paar Jahren Karriere machen wollte, der ging nach beendetem Studium zu einem Unternehmen, dass im Ausland tätig ist. Denn die Auslandserfahrung war für die damaligen Berufseinsteiger das absolute Karriere-Sprungbrett. Die heutige Generation junger Berufseinsteiger um die 30 – die sogenannte Generation Y – sieht das ganz anders. Im Vergleich zu den Generationen davor, sind die heutigen Berufseinsteiger sehr mit ihrer Heimat verbunden. Steht eine Position im Ausland zur Verfügung, so wird dies genau mit den eigenen Perspektiven abgewogen. Auch die zunehmende Wichtigkeit des Familienlebens trägt dazu bei, dass die Generation Y die Auslandseinsätze seltener antritt. Das spüren bereits auch einige Unternehmen, die gezielt Mitarbeiter für Jobs im Ausland suchen wie beispielsweise der Autobauer BMW. „Der Job soll sich nach ihrem Lebensentwurf richten und nicht umgekehrt“, so der BMW Unternehmenssprecher zur Reiseunlust junger Nachwuchskräfte. Der Grund dafür sei die positive Entwicklung des Bewerbermarkts in Deutschland, der derzeit eine gute Voraussetzung für den beruflichen Aufstieg bietet. Doch nicht alle jungen Berufseinsteiger verweigern einen Auslandseinsatz – jedoch bevorzugen sie eine Tätigkeit in China, anstatt in den USA.

investor relations