Arbeiten nach Feierabend hoch im Kurs

17. Februar 2016

In Deutschland machen 60 Prozent der Beschäftigten Überstunden. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB).

Mehr als 45 Stunden pro Woche arbeitet ein Drittel der Vollzeitbeschäftigten, so der DGB. 17 Prozent der befragten Vollzeitkräfte gaben an, sogar mehr als 48 Stunden pro Woche am Arbeitsplatz zu verbringen. Dabei gibt es keine gesetzliche Verpflichtung zur Leistung von Überstunden. Gibt es keine Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, so kann der Arbeitnehmer die zu leistenden extra Stunden durchaus verweigern. Die Ausnahme: Besteht ein dringender Notfall im Unternehmen, müssen Überstunden geleistet werden.
Psychische Belastungen sind somit laut dem DGB vorprogrammiert – so gaben 70 Prozent von den Arbeitnehmern, die mehr als 45 Stunden in der Woche arbeiten an, unter Zeitdruck zu stehen und sich dadurch oft gehetzt fühlen. Die Umfrage ergab zudem, dass es zwischen den Branchen gravierende Unterschiede gibt. Der absolute Spitzenreiter in Sachen Überstunden ist die Hotel- und Gaststättenbranche. Hier arbeiten 63 Prozent der Vollzeitbeschäftigten länger, als vertraglich vereinbart.

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