Unfall auf dem Arbeitsweg: Wer übernimmt die Kosten?

18. Mai 2016

Die Kosten, die bei einem Unfall auf dem Arbeitsweg entstehen, werden mit der Entfernungspauschale abgegolten. So das Finanzgericht Rheinland-Pfalz in einem aktuellen Urteil.

Der Fall: Auf dem Arbeitsweg hatte die Klägerin des Rechtsstreits einen Unfall mit ihrem PKW, der Schmerzen im Kopf- und Nackenbereich sowie einen Sachschaden von 7.000 Euro mit sich zog. Da die Behandlungs- und Reparaturkosten nur teilweise von den entsprechenden Versicherungen ersetzt wurden, versuchte die Klägerin die restlichen Kosten steuerlich geltend zu machen. Das Finanzamt erkannte die Reparaturkosten für das Auto der Klägerin an, verweigerte jedoch die zusätzlichen Behandlungskosten. Infolgedessen reichte die Verunglückte Klage ein, die sich jedoch als Eigentor herausstellte.
Laut Urteil des Finanzgerichts decke die Entfernungspauschale ausdrücklich „sämtliche Aufwendungen“ (§ 9 Abs. 2 Satz 1 EStG) ab. Dies gelte also auch für alle außergewöhnlichen Kosten, die einem auf dem Weg zwischen Wohnung und Arbeit entstehen können. Das Finanzamt hätte demnach auch die Reparaturkosten für das Auto gar nicht erst anerkennen dürfen.

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