Absagen – aber richtig

25. Mai 2016

Inhaltslose Floskeln in Absageschreiben frustrieren Bewerber und können sogar die Reputation des Unternehmens schädigen.

Erhält ein Bewerber eine schriftliche Absage, beinhaltet diese meist die gleichen inhaltslosen Floskeln anstatt den wahren Grund für die Absage zu formulieren. Der Grund ist das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Würde ein Unternehmen beispielsweise in der Absage schreiben, dass der Kandidat aufgrund seines hohen Alters nicht für die Stelle in Betracht gezogen werde, so würde das Unternehmen gegen das AGG verstoßen und könnte mit einer Klage rechnen. Dennoch frustriert die Bewerber nichts mehr wie die daraus resultierenden Standardabsagen. Die Kandidaten wünschen sich vielmehr nachvollziehbare Gründe für die Absage, um unter anderem mögliche Fehler künftig zu vermeiden. Denn faire und individuelle Absagen sind auch für die Personalabteilungen machbar ohne gleich mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten. Zwar sind solche Absagen zeit- und kostenintensiver, doch schützen sie so das Unternehmen vor möglichen Reputationsschäden. Laut einer Studie sprechen 91 Prozent der Bewerber mit Freunden und Bekannten über ihre Bewerbungserfahrungen. Und auch die sozialen Medien dienen den Bewerbern als zusätzliche Plattform, sich über ein Unternehmen positiv oder negativ zu äußern – je nachdem wie der Bewerbungsprozess verlief. Und kommt der Stein der negativen Unternehmensbewertungen im Internet einmal ins Rollen, können diese die Reputation durchaus dauerhaft schädigen.

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