Arbeitsrecht: Wie viel Privates ist am Arbeitsplatz erlaubt?

1. Juni 2016

Nach Feierabend noch schnell ein paar Mails beantworten oder das Geschäftshandy mit in den Urlaub nehmen ist heute keine Seltenheit mehr unter den Arbeitnehmern in Deutschland. Doch wie weit darf sich das Private am Arbeitsplatz vermischen?

SMS, WhatsApp & Co.
Handys und Smartphones sind allgegenwärtig und nicht mehr wegzudenken. Auch nicht vom Arbeitsplatz. Doch dürfen Arbeitnehmer während der Arbeitszeit private Kurznachrichten verschicken? Ja, wenn es sich um einen Notfall handelt. Dann ist arbeitsrechtlich betrachtet nichts einzuwenden. Auch die eine oder andere Nachricht, wenn es abends mal wieder später wird, ist erlaubt. Probleme gibt es erst dann, wenn der Mitarbeiter ständig am Handy tippt und es Kollegen zusätzlich bezeugen können. Denn dann ist von einem Arbeitszeitbetrug die Rede, der eine Kündigung zur Folge haben kann.

Raucherpausen
Raucher machen in der Regel mehrere kleine Pausen während der Arbeitszeit als deren Nicht-Raucher Kollegen. Und das, obwohl für alle Mitarbeiter die gleichen Pausenansprüche gelten. Das verärgert wiederum so manchen Nicht-Raucher. Verbietet der Arbeitgeber das Rauchen während der Arbeitszeit, darf dies auf keinen Fall ignoriert werden, da sonst ein weiterer Betrug der Arbeitszeit stattfindet.

Kaffee, Kuchen und Geburtstagsglückwünsche
Hat ein Mitarbeiter Geburtstag, gibt es häufig Kuchen, Häppchen oder einen kleinen Umtrunk mit den Kollegen. Aber: All das sollte nicht während der Arbeitszeit stattfinden, sondern in den Pausen. Wer auf Nummer sicher gehen will, klärt dies im Voraus mit dem Vorgesetzten ab.

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