Heute Abend rollt der Ball wieder. Mit dem Start der EM 2016 in Frankreich kommen die Fußballfans für vier Wochen wieder auf ihre Kosten. Blöd nur, wenn das Spiel während der Arbeitszeit stattfindet. Wer die EM bei der Arbeit mitverfolgen möchte, muss arbeitsrechtlich einiges beachten.

Gemeinsamkeit und Solidarität – das „Wir“-Gefühl: Durch die Fußball EM 2016 in Frankreich steht sich Europa wieder einmal ganz nah. Wer kein Spiel seiner Lieblingsmannschaft verpassen will, der hat idealerweise bereits vor einiger Zeit Urlaub beantragt und diesen mit ein wenig Glück auch genehmigt bekommen. Denn auch wenn der Arbeitgeber angehalten ist, alle Urlaubswünsche seiner Mitarbeiter zu berücksichtigen, so kann er in bestimmten Fällen den Antrag ablehnen. Der Spielverderber nennt sich in diesem Fall „dringende betriebliche Belange“, wie zum Beispiel eine plötzliche Änderung der Auftragslage.
Für Arbeitnehmer, die während eines Spiels arbeiten, das Fußballspiel dennoch live mitverfolgen möchten, ist folgendes zu beachten: Spiel- sowie Live-Ticker-Übertragungen im Internet sind arbeitsrechtlich nicht erlaubt, da hierbei die Arbeitspflicht verletzt wird. Wird das Spiel live im Radio mitverfolgt, ist dies im Betrieb rechtlich erlaubt, jedoch nur wenn die Arbeit dadurch nicht beeinträchtigt wird. Wer diese Regelungen nicht einhält, muss mit einer Abmahnung – im schlimmsten Fall – mit einer Kündigung rechnen.

Es gilt: Sondervereinbarungen während der Fußball Europameisterschaft müssen vorab mit dem Arbeitgeber abgesprochen werden.