Wahrheit und Lüge im Lebenslauf

27. Juli 2016

Man sollte annehmen, dass es sich bei den Angaben im Lebenslauf um die Wahrheit handelt. Doch Falschangaben sind keine Seltenheit. Das kann für Arbeitnehmer böse Folgen haben.

Die eine oder andere Schummelei ist gar nicht so selten. Mal werden aus einer Arbeitslosigkeit eine selbständige Tätigkeit und aus einem längeren Urlaub eine Sprachreise. Natürlich ohne böse Absichten und nur zum Aufhübschen möglicher Lücken im Lebenslauf.

Doch Vorsicht ist geboten, denn der Grat zwischen einer kleinen Schummelei und einer dreisten Lüge ist schmal. Im Zweifel kann dies sogar den Job kosten. Bei Falschangaben droht die fristlose Kündigung. Auch nach etlichen Jahren in Anstellung können Arbeitgeber den Arbeitsvertrag anfechten und gegebenfalls auch Schadensersatz verlangen. Hierbei prüfen Richter den Einzelfall und die Schwere der Täuschung. Auch muss die Täuschung einen Aspekt betreffen, der für die Einstellung eine wesentliche Rolle gespielt hat. Keine rechtlichen Konsequenzen ziehen jedoch für den Arbeitsplatz irrelevante Unwahrheiten nach sich.

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