Zeitarbeit ist keine Gefahr für die Stammbelegschaft

23. September 2016

Über Zeitarbeit wird viel diskutiert. Befürworter betonen die Flexibilität, besonders in Industrien, die starken Auftragsschwankungen unterliegen. Kritiker hingegen befürchten eine Gefahr für die Stammbelegschaft. Doch das stimmt so nicht.

Das Thema Zeitarbeit ist bereits seit vielen Jahren ein beliebtes Streitthema. Insbesondere Gewerkschaften und Betriebsräte lassen immer wieder Kritikpunkte verlauten. Zeitarbeit stelle eine Gefahr für die festangestellten Arbeitnehmer dar, so die Behauptung. Nicht nur, weil Zeitarbeiter weniger verdienen, sondern den Unternehmen erlaubt, die Anzahl der Beschäftigten flexibel zu gestalten.

Falsch gedacht! Denn zahlreiche Studien zeigen, dass durch eine wachsende Zahl der Zeitarbeiter keine Verdrängung der Stammbelegschaft stattfindet. Eine positive Auftragslage kommt sowohl der Anzahl der Jobs in der Stammbelegschaft zu gute als auch der Anzahl der flexiblen Jobs über Zeitarbeit.

In Geschäftsbereichen und Industrien, die naturgemäß starken Auftragsschwankungen unterliegen, wie beispielsweise die Metall- und Elektro-Industrie, dient dieses Beschäftigungsmodell zum kurz- und mittelfristigen Aufstocken der Stammbelegschaft. Ferner gilt Zeitarbeit als Einstiegschance für Arbeitslose.

Viele Unternehmen haben klare Regeln eingeführt, insbesondere in Bezug auf eine faire Entlohnung. Einige Studien berichten sogar, dass eine niedrigere Entlohnung nicht automatisch mit der Zeitarbeit einhergeht, sondern eher darauf zurückzuführen ist, dass solche Jobs oftmals eine geringere berufliche Qualifizierung erfordern.

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