Job – Elternzeit – Job. Geht das so einfach?

2. November 2016

Mütter und Väter fragen sich oftmals, ob sie nach der Elternzeit wieder in ihren alten Job zurückkehren können. Welcher arbeitsrechtliche Anspruch gilt nach der Elternzeit? Der Gesetzgeber gibt den Rahmen vor.

Viele Mütter und Väter planen nach ihrer Elternzeit wieder beim alten Arbeitgeber einzusteigen. Doch welche Rechte haben die Eltern und welche Pflichten die Arbeitgeber?

Es ist zunächst grundsätzlich gut zu wissen, dass das Arbeitsverhältnis während der Elternzeit lediglich ruht. Das bedeutet, dass der Arbeitgeber verpflichtet ist, den Mitarbeiter zu den arbeitsvertraglichen Bedingungen zu beschäftigen, die bereits vor der Elternzeit gegolten haben.

Das bedeutet jedoch nicht, dass es auch der gleiche Arbeitsplatz sein muss. Wichtig ist, dass die angebotene Beschäftigung gleichwertig zur Tätigkeit vor der Elternzeit ist. Die neue Position muss mit Blick auf die Aufgaben, die Bezahlung, die Arbeitszeit, die notwendige Qualifikation und den Arbeitsort gleichwertig sein.  

Bietet der Arbeitgeber dem zurückkehrenden Mitarbeiter einen nicht gleichwertigen Arbeitsplatz an, muss er eine Änderungskündigung im Rahmen der geltenden Kündigungsfrist aussprechen. Der Mitarbeiter hat dann die Möglichkeit, die neue Tätigkeit abzulehnen und eine gleichwertige Tätigkeit einzufordern. Nimmt der Beschäftigte das Änderungsangebot an, bestätigt er auch die neue Position mit den neuen Bedingungen.  

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