Erfolg bei der Gehaltsverhandlung – die richtige Taktik zählt

23. November 2016

Weniger ist mehr? Das gilt nicht bei der Gehaltsverhandlung. Wer sich gut vorbereitet und ein paar taktische Tricks kennt, hat größere Chancen, den Chef zu überzeugen.

Eine gute Vorbereitung verbessert die Chancen auf Erfolg bei der Gehaltsverhandlung! Welche Leistungen hat der Mitarbeiter erbracht und welchen Wert hat er für das Unternehmen? Die eigenen Erfolge sind die besten Argumente, warum eine Gehaltserhöhung gerechtfertigt ist. Aber auch Faktoren wie Unternehmensgröße und -standort, Ausbildung sowie Berufserfahrung spielen bei der Beurteilung eine wichtige Rolle. Wer diese Größen kennt, kann gut einschätzen, welche Forderung tatsächlich erfolgversprechend ist.

In der Gehaltsverhandlung selbst erreichen diejenigen eher ihr Ziel, die ein paar taktische Vorgehensweisen klug einsetzen. Hierzu gehört, das erste Angebot immer selbst vorzulegen. Wer das berücksichtigt, legt den (Spiel-)Rahmen für die Verhandlung fest und erreicht häufiger das verfolgte Endergebnis.

Ein weiterer Tipp ist das Fordern einer krummen Zahl. Statt also beispielsweise ein Jahresgehalt von 60.000 Euro zu verlangen, ist es eher ratsam 59.750 Euro zu fordern. Dies signalisiert dem Verhandlungspartner, dass hier jemand vor ihm sitzt, der genau weiß was er wert ist – und zwar auf den Euro genau.

Wenn alles nichts bringt und man beim Gegenüber auf Granit beißt, lohnt es sich flexibel in seinen Forderungen zu sein. Eine Gehaltserhöhung ist nicht drin, vielleicht aber ein, zwei Urlaubstage mehr oder flexiblere Arbeitszeiten? Gut beraten ist, wer sich vorher akzeptable Alternativen überlegt hat.

Schließlich hilft es vor allem, ruhig zu bleiben und sich nicht unter Druck setzen zu lassen. Ein selbstbewusstes Auftreten lässt dem Verhandlungspartner die eigene Entschlossenheit spüren. Die richtige Einstellung ist entscheidend: Wer sein Gehalt verhandelt ist kein Bittsteller, sondern jemand, der seinen Wert kennt und hierfür eine gerechte Entlohnung einfordert.

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