Mit Loben ist es nicht getan – die richtige Wertschätzung bindet Mitarbeiter

9. Dezember 2016

Wer erfolgreich Mitarbeiter führen will, kommt am Thema Wertschätzung nicht vorbei. Doch warum ist es so wichtig und was bedeutet das für die Praxis?

„Wertschätzung“ ist eines der großen Schlagworte, wenn es um das Thema erfolgreiche Führung geht. Damit es nicht nur eine Phrase bleibt, die gern mal in den Raum geworfen wird, sollte man genau wissen, was Wertschätzung eigentlich bedeutet und wie sie gelebt werden kann.

Mit einem sporadischen Lob an den Mitarbeiter ist es bei weitem nicht getan. Werte steuern unser Verhalten ebenso wie unsere Empfindungen. Sie stehen für das, was uns wichtig ist, was uns antreibt und was uns motiviert. Wer weiß, was seine Mitarbeiter motiviert, kann direkt darauf aufbauen. Aktives Zuhören, gezieltes Nachfragen und ein ehrliches Interesse erlauben es der Führungskraft, die gewünschten Informationen zu erhalten.

Das Wort „Wertschätzung“ macht bereits deutlich, dass es mit dem Kennen der Werte nicht getan ist. Im nächsten Schritt ist es ratsam, diese Werte auch zu bedienen, etwa durch eine entsprechende verbale und nonverbale Kommunikation. Sätze wie „Es scheint Ihnen wichtig zu sein, dass…“, geben dem Mitarbeiter zu verstehen, dass sich der Chef mit dem Thema auseinandergesetzt und verstanden hat, was wichtig ist. Die Erkenntnisse müssen sich dann in der täglichen Arbeit widerspiegeln, beispielsweise bei der Verteilung neuer Verantwortlichkeiten.

Dabei geht es nicht darum, dem Mitarbeiter immer das zu geben, was er möchte. Vielmehr ist es wichtig im Rahmen der Möglichkeiten auf den Mitarbeiter einzugehen und so die Beziehung zwischen Vorgesetzten und Angestellten zu stabilisieren und dessen Loyalität zum Unternehmen zu stärken. Dies führt jedoch nur dann zu fruchtbaren Erfolgen, wenn die Wertschätzung kein einzelnes Ereignis ist, sondern in die eigene Lebens- und Arbeitseinstellung aufgenommen und kontinuierlich gelebt wird. 

investor relations