Das Recht am eigenen Bild besteht auch für Arbeitnehmer

23. Juni 2017

Das Recht am eigenen Bild besteht auch für Arbeitnehmer

Das Bundesarbeitsgericht entschied nun in einem aktuellen Urteil, dass das – im Kunsturhebergesetzt geregelte – Recht am eigenen Bild (§ 22 KunstUrhG) auch für Unternehmen gilt. In anderen Worten: Möchte der Arbeitgeber mit Bild- oder Videomaterial werben, auf dem die Mitarbeiter zu sehen sind, so muss ihm eine schriftliche und uneingeschränkte Einwilligung seiner Mitarbeiter vorliegen. 

Verlässt ein Arbeitnehmer das Unternehmen, entfällt diese Einwilligung nicht, sondern bleibt weiterhin bestehen. Der Arbeitgeber kann mit dem unveränderten Bildmaterial weiter werben. Das Bundesarbeitsgericht entschied jedoch auch, dass Mitarbeiter ihre Einwilligung später widerrufen können. Allerdings nur, wenn ein plausibler Grund angegeben wird. Ob ein solcher Grund vorliegt, entscheidet der Einzelfall.

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