Bore-out Syndrom

21. Juli 2017

Stress, Dauerdruck und Überarbeitung am Arbeitsplatz machen krank. Das ist allgemein bekannt. Doch auch Unterforderung und Langeweile im Job können für Arbeitnehmer zur Belastung werden.

Die Diagnose Burn-out ist ein allgemein bekannter Begriff. Betroffene sind bei der Arbeit überarbeitet, gestresst und überfordert. Die Symptome und der medizinische Befund lassen sich daher meist schnell erahnen.



Durchaus ebenso weit verbreitet ist das sogenannte und weitaus weniger bekannte Bore-out-Syndrom. Der Begriff leitet sich von dem englischen Wort „boredom“ ab und bedeutet auf Deutsch „Langeweile“. Denn Langeweile und Unterforderung am Arbeitsplatz sind die tatsächlichen Auslöser der Erkrankung. Arbeitnehmer, die unter einem Bore-out leiden, zeigen die gleichen Symptome auf wie Burn-Out Erkrankte: Herz-Kreislauf-Beschwerden, chronische Rückenschmerzen, Depressionen, Antriebslosigkeit und Anzeichen der Erschöpfung. Da die Betroffenen bei der Arbeit jedoch nicht völlig ausgelastet sind, wie es bei einem Burn-out der Fall ist, lassen sich die Symptome schwer zuordnen. Ärzte raten den Betroffenen daher bei den ersten Anzeichen professionelle Hilfe aufzusuchen. Wichtig ist bei der Behandlung jedoch auch, dass Beschäftigte mit Bore-out selbstständig handeln und Eigeninitiative ergreifen indem sie gezielt Aufgaben vom Vorgesetzten einfordern.

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