Jobtickets sind schon lange ein begehrter Benefit bei Arbeitnehmern. Doch auch das Dienstrad erfreut sich immer mehr an Beliebtheit. Das Firmenrad liegt im Trend: In immer mehr Firmenflotten tauchen Zweiräder auf, vor allem bei innerstädtischen Standorten.

Was ist ein Dienstrad – und wie funktioniert es?

Wenn ein Arbeitgeber einem Mitarbeiter ein Fahrrad, E-Bike oder Pedelec zur beruflichen (und oft auch privaten) Nutzung zur Verfügung stellt, ist im Allgemeinen die Rede von einem Dienstrad.

Wer mit dem Rad zur Arbeit kommt, trägt dazu bei, die eigene Gesundheit zu verbessern. Daher wird das Firmenrad von Arbeitgeber oftmals im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements eingeführt.

Dabei werden Firmenräder oftmals wie klassische Dienstwagen geleast. Das bedeutet, der Arbeitgeber behält monatlich einen kleinen Teil des Gehalts für die Leasing-Rate des Dienstfahrrads ein. Hierzu hat der Gesetzgeber attraktive steuerliche Regelungen etabliert. Je nach zugrunde liegendem Modell muss der Arbeitnehmer nur 0,25 % des Bruttolistenpreises versteuern, während bei einem Dienstwagen 1 % zum Ansatz kommen. Übernimmt der Arbeitgeber die Kosten für das Dienstrad zusätzlich zum Gehalt, ist es für den Mitarbeiter kosten- und steuerfrei.

Welche Vorteile bringt das Fahrrad-Leasing?

Oftmals sind die Regelungen so ausgestaltet, dass sich Mitarbeiter ihr Wunschmodell aussuchen können. Je nach Geschmack und eigenen Ansprüchen finden Arbeitnehmer so ein Rad, mit dem sie bequem zur Arbeit fahren können – und damit auch etwas für ihre Gesundheit tun. Außerdem haben Fahrrad-Pendler bei vielen Leasing-Anbietern inzwischen Zugang zu einem ähnlichen Pannenservice wie Autofahrer, z. B. Mobilitätsgarantie, Pannenhilfe, Pannentransport oder 24-Stunden-Hotline.

Leihfahrrad für den Arbeitsweg: Wo ist der Unterschied zum Dienstrad?

Das Dienstrad ist nicht die einzige Möglichkeit, Mitarbeitern die Anreise zur Arbeit per Fahrrad zu ermöglich. Die Kooperation mit einem Leihfahrrad-Service ist ebenfalls beliebt. So haben Arbeitnehmer die Möglichkeit, Strecken zwischen ÖPNV-Haltestelle und Betriebsgelände mit dem Rad zurückzulegen. In Abstimmung mit den zuständigen Gemeinden werden dann beispielsweise Verleih-Stationen an S-Bahn-Haltestellen errichtet, mit einem Gegenstück auf dem Firmengelände. Anders als beim Dienstfahrrad wird ein Fahrrad also täglich nach Bedarf von Mitarbeitern ausgeliehen. Sie dürfen es nicht mit nach Hause nehmen und sind dazu angehalten, das Leihrad immer zu den dafür vorgesehenen Stationen zu bringen.

Welche Vorteile bietet ein Leihfahrradsystem?

Beim Leihrad-Modell leihen Nutzer ein Fahrrad (meist über eine einfache App) an einer Verleihstation in der Nähe einer Haltestelle und parken es am nächsten entsprechenden Fahrrad-Point wieder. Das ist besonders praktisch, wenn der gesamte Weg vom Wohnsitz bis zur Arbeitsstätte zu lang ist, um die Strecke mit dem Rad zu meistern und gleichzeitig der Unternehmensstandort nicht direkt an einem Verkehrsknotenpunkt liegt. Ein weiterer Vorteil: Arbeitnehmer tragen weniger Risiken im Vergleich zur Anreise mit dem eigenen Rad. Denn sie müssen z. B. nicht fürchten, dass das Fahrrad gestohlen werden könnte. Bei entsprechender Vertragsgestaltung sind die Räder auch in der Freizeit nutzbar.

Das Firmenrad liegt im Trend.
Das Firmenrad liegt im Trend.

Klassische Alternative: Das Jobticket

Das Jobticket ist eine weitere beliebte Methode, um Mitarbeitern die Anreise zum Arbeitsort zu erleichtern. Günstiger als die normale Monatskarte, steuerlich bevorzugt und auch privat nutzbar, hat es sich zum Renner unter den freiwilligen sozialen Leistungen entwickelt. Gerade dort, wo der Arbeitsplatz mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar ist, zeigen Arbeitgeber mit dieser Geste, dass sie Verständnis für den Mobilitätsbedarf ihrer Mitarbeiter haben – und sich an den Kosten beteiligen.

 

Wie funktioniert nachhaltiges Arbeiten?

Die Antwort auf diese Frage ist vielschichtig. Sie basiert auf der globalen Entwicklung und gesellschaftspolitischen Diskussion zum Thema Nachhaltigkeit. Lesen Sie dazu mehr auf unserer Themenseite "Nachhaltiges Arbeiten" und unserem Whitepaper zu diesem Thema.